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Presseinformation, im September 2005

Vision
Neubau eines überdachten Stadions mit zwei Arenen auf dem Olympic Green Gelände im Norden Pekings für die Olympischen Spiele 2008. An der Hauptachse des Areals gelegen, bildet der Baukörper mit dem Schwimmstadion an der zweiten und dem Olympiastadion an der dritten Ecke ein nahezu gleichseitiges Dreieck.

Durch ihre Funktion und raumbildende Wirkung sind diese drei Gebäude die prägnantesten und wichtigsten Bauwerke der gesamten Olympiaanlage. Als Repräsentanten für die Bedeutung des Sports in der Stadt Peking und ganz China in der post-olympischen Zeit sollen sie in Zukunft ein breites Nutzungsspektrum erlauben.

Konzept
Alle Funktionen des National Indoor Stadium, das große Rund der Arena und das kleinere Rund der Nebenhalle, werden unter einem großen Dach zusammengefasst. Die Dynamik der in der Arena stattfindenden Sportarten spiegelt sich in dem rhythmischen Schwung der Dachlandschaft wider. Spielerisch und leicht legt sich diese Welle über die Funktionseinheiten. Diese Leichtigkeit und Rhythmik aus dem Sport findet sich auch in dem großen Arkadengang wieder. Freigeformte, nahezu tanzende Stützen markieren hier den Hauptzugang an der Ostseite des Gebäudes.

Über großangelegte Freitreppen gelangt der Besucher in den Umgangsbereich der Hauptarena. Das Rund der Arena selbst ist als ovaler Solitär in den allseitig verglasten Baukörper eingehangen. Auch in der angerundeten Ausformung des Arena-Kessels spiegeln sich Rhythmik, Dynamik und der Schwung der sportlichen Wettkämpfe wider. Der Innenraum ist nach außen räumlich abgegrenzt. Durch steil ansteigende Tribünenreihen und die maximale Nähe zum Wettkampfbereich erzeugt sich eine intensive Spannung zwischen Zuschauer und Sportler. Störende Einflüsse durch die Umgebung sollen weitestgehend unterbunden werden, um die Konzentration allein auf die sportlichen Wettkämpfe zu richten.

Die Außenwirkung der verschiedenen Funktionsbereiche ist aufgrund der umlaufenden Verglasung allerorts wahrnehmbar. Vom Boden an löst sich die Materialhaftigkeit immer weiter zum Himmel auf. Das Flügeldach ruht auf einer ebenfalls geschwungenen Matrix und bildet den Übergang zwischen Boden und Himmel. Die harmonische Außenwirkung lässt zu jeder Zeit auf die Ästhetik der dynamischen Bewegung schließen.

Bei Materialwahl und Ausrichtung wurde der Tradition Chinas für tiefe Symbolik, der Naturverbundenheit des Landes und der Bedeutung der Himmelsrichtungen des asiatischen Kulturkreises besonders Rechnung getragen.