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Konzessionsmodell
Public-Private-Partnership
Private-Public-Partnership (PPP) arbeitet aktiv
daran, private Unternehmen früh in öffentliche
Bauvorhaben einzubinden. Dies ist Bestandteil
für die Sicherung und den Ausbau der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit einer Immobilie. Je früher
alle Beteiligten in die Planung einbezogen werden,
desto wirtschaftlicher lässt sie sich betreiben.
Public Private Partnerships haben in einigen europäischen
Ländern wie zum Beispiel Großbritannien
und Frankreich bereits eine längere Tradition.
In den letzten Jahren schlossen sich immer mehr
europäische Staaten dem PPP-Gedanken an.
Die Glöckner Unternehmungsgruppe praktiziert
PPP bereits seit vielen Jahren im Sportstättenbereich.
PPP-Begriff und Vertragsmodell
Unter PPP werden langfristige Kooperationen zwischen
öffentlicher Hand und Privatwirtschaft verstanden,
deren Zweck die Erfüllung öffentlicher
Aufgaben ist. Damit aus der Zusammenarbeit Effizienzzuwächse
entstehen können, ist die optimale Risikoallokation
zwischen öffentlichen und privaten Partnern
ein bedeutender Faktor. In Bezug auf die vertragliche
Regelung zwischen öffentlicher Hand und privatem
Konsortium unterscheidet man in verschiedene PPP-Modelle:
• Das PPP-Erwerbermodell ist für den
schlüsselfertigen Bau oder die Sanierung
von Gebäuden vorgesehen, die anschließend
betrieben werden. Während der 20- bis 30-jährigen
Vertragslaufzeit ist der Auftragnehmer Eigentümer
des Vertragsobjektes. Der Eigentumsübergang
auf die öffentliche Hand findet in der Regel
erst nach Abschluss der Betriebsphase statt.
• Beim PPP-FM Leasingmodell werden die Objekte
errichtet oder saniert und an den Auftraggeber
verleast. Ein wesentlicher Unterschied zu den
herkömmlichen Formen des Immobilienleasings
besteht darin, dass der Auftragnehmer Betreiberleistungen
über eine Laufzeit von 20 bis 30 Jahren erbringt.
• Das PPP-Inhabermodell beinhaltet die Erstellung
oder Sanierung von Objekten einschließlich
Unterhaltung und Betrieb über einen Zeitraum
von 15 bis 25 Jahren oder noch länger. Das
Eigentum am Vertragsobjekt verbleibt während
der Vertragslaufzeit bei der öffentlichen
Hand. Die private Seite erbringt Leistungen in
den Bereichen Planung, Bau, Finanzierung, Instandhaltung
und Betrieb und erhält mit Abschluss der
Bauphase ein regelmäßig von der öffentlichen
Hand zu zahlendes Entgelt, das sämtliche
Kosten für Investitionen und Betrieb abdeckt.
Dieses Vertragsmodell wird auch als Betreibermodell
bezeichnet.
• Dem PPP-Konzessionsmodell kommt eine Sonderstellung
zu. Hierbei wird der Auftragnehmer in der Regel
nicht durch ein Entgelt des Auftraggebers vergütet,
sondern erhält das Recht zur Drittnutzerfinanzierung.
Demzufolge deckt er seine Kosten in der Regel
über Entgelte, die Dritte für die Benutzung
zahlten.
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Kosteneinsparungen
zwischen 9 und 25 Prozent
Mit einer Umsetzung von Projekten der öffentlichen
Hand als PPP ergeben sich für die planenden
Berufe neue Herausforderungen. Ein wichtiger Aspekt
von PPP-Projekten ist der Lebenszyklusansatz, der
von der Planung über den Bau bis hin zu Betrieb
sowie Wartung und Instandhaltung reicht. Da PPP-Projekte
auf eine Optimierung der Lebenszykluskosten abzielen,
ist eine frühzeitige Einbindung der planenden
Berufe unabdingbar.
Frühzeitige Kooperation
der Planer ist unabdingbar
Je früher im Lebenszyklus des Gebäudes
Festlegungen getroffen werden, desto größer
ist der Einsparungseffekt. Je weiter das Projekt
voranschreitet, desto geringere Einsparungspotentiale
sind vorhanden und desto höher werden die Implementierungskosten.
Als optimaler Zeitpunkt für das sogenannte
Value Management zur Lebenszykluskosten-optimierung
gilt die Phase zwischen Ideenfindung und Entwurfsplanung.
Das bedeutet, dass bereits in einem frühen
Projektstadium Planer, Bauunternehmen und Betreiber
kooperieren und ihre Belange aufeinander abstimmen
sollten. Da die Kosten für das Betreiben einer
Immobilie schon nach fünf bis zehn Jahren die
Baukosten erreicht haben können, trägt
ein frühzeitig entwickeltes Facility-Management-Konzept
wesentlich zur Optimierung der Lebenszykluskosten
bei.
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