Rhein-Erft-Kreis Neubau eines Informationszentrums
und Aussichtspunktes in direkter Lage zum Tagebau Hambach
Riesige Maschinen ritzen die
Landschaft. Immense Erdmassen werden bewegt. Landschaft,
Natur, Gebäude, Menschen werden durch den Eingriff
verändert. Das Forum :terra nova spiegelt die Zerrissenheit
des Ortes wider. Die Kohärenz zwischen landschaftlicher
Veränderung und Wiederbelebung sollen durch bauliche
und theoretische Gebilde zum Ausdruck gebracht werden.
Das Gelände wird durch einen 'antitheoretischen
Weg' durchschnitten. Dieser Lehrpfad durchläuft
Gebäude und Gelände und endet schließlich
an der Abbruchkante des Tagebaus. Das Gebäude wird
gleichsam geritzt und symbolisiert das Zerbrechen und
das Widererstarken der Tagebaulandschaft. Die Dachfaltung
umschließt in einer weichen Wellenbewegung die
Funktionsbausteine Gastronomie, Foyer und Nebenräume.
Glaswände lassen Außen- und Innenraum verschmelzen.
Der Freiraum zwischen Gebäude und Tagebaukante
selbst bildet, als ruhige Rasenfläche gestaltet,
einen starken Kontrast zur offenen und zum Teil schon
wieder verheilenden Wunde in der Landschaft.