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Gemeinde Kaltern
Neubau eines Hallen- und Seebades

Der mondäne Gebäudekomplex bindet sich mit seinen funktional gegliederten Baukörper in die Landschaft der Südtiroler Alpen ein. Der lineare Duktus, mit seiner direkten Anbindung zum See, nimmt das Bild der Uferpromenade harmonisch auf. Durch die Gliederung in einzelne Bereiche wirkt das Objekt für den Besucher klar und aufgeräumt. Im Zentrum, dem Promenadenplatz, lässt eine schlicht anmutende „Piazza“ Blicke in den Baukörper und auf die gesamte Umgebung zu. Aufgrund der geometrischen Formen der Baukörper und des Vorplatzes öffnet sich das Gebäude zum See hin. Durch den Erhalt des „Lidos“ als externe Gastronomie gliedert sich das Areal in öffentliche und nicht öffentliche Bereiche, die Uferpromenade wird über den Vorplatz bis hin zum „Lido“ weitergeführt, der Bezug zum See ist öffentlich.

Das Seebad wird über einen Vorplatz mit direkter Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel erschlossen. Parkmöglichkeiten befinden sich oberhalb des Seebades. Der nördlich gelegene Eingangsbereich hat das Potenzial, ortsbezogene Raum- oder Wegbeziehungen zu schaffen. Die inneren Funktionsbereiche führen den Besucher zu den zentral, unter der Piazza gelegenen, Umkleidebereichen und über die funktional zugeordneten Nassbereiche zu den gewünschten Tarifzonen. Das Hallenbad gliedert sich in Spaß, Sport- und Ruhezonen. Das unterschiedliche Niveau der Wasserflächen spiegelt den natürlichen Geländeverlauf wider. Über seiner temporär zu öffnenden Süd-West-Fassade gelangt der Besucher zu den Freianlagen.

 
 Daten und Fakten
 Bauherr: Gemeinde Kaltern
 Verfahren: Realisierungswettbewerb
 Planung/Ausführung: 2002
 Bruttofläche: 6.500 m²
 
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